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Die Entscheidung für ein Rasiermesser, ist nicht nur Ausdruck von Traditionsbewusstsein, sondern auch von Stil und Individualität. Kaum ein anderer Gegenstand im Bereich Körperpflege steht so für Männlichkeit wie das Rasiermesser.

Die Klingenbreite der Rasiermesser wird traditionell in Achtel Zoll angegeben. Für den Einstieg und für Männer mit durchschnittlich großen Gesicht und durchschnittlich starkem Bartwuchs empfiehlt man die 5/8 Zoll breite Klinge. Bei starkem Bartwuchs oder besonders festem Barthaar kann über den Kauf eines Messers mit 6/8 Zoll oder 7/8 Zoll breiter Klinge nachgedacht werden.

Grundsätzlich kann zwischen zwei Stahlsorten gewählt werden, dem rostfreien Edelstahl oder dem nicht rostfreien Karbonstahl. Sie sollten sich also, bevor Sie ein Rasiermesser kaufen, fragen, ob Sie Ihr Messer gerne etwas mehr pflegen oder nicht. Karbonstahl ist das traditionelle Material zur Herstellung von Klingen für Rasiermesser. Er zeichnet sich durch einen hohen Kohlenstoffanteil aus. Die Klinge wird damit gut härtbar und somit auch scharf und schnitthaltig. Allerdings ist Kohlenstoffstahl nicht rostfrei, was es notwendig macht, das Rasiermesser gut zu pflegen, trocken zu lagern und öfters mal einzuölen. Der rostfreie Edelstahl hingegen verkraftet kleinere Nachlässigkeiten etwas besser. Durch den höheren Chromanteil ist dieser Stahl widerstandsfähiger gegen Rost, allerdings auch etwas schwieriger zu schärfen. Sie werden also beim Abledern ein paar Züge mehr auf dem Streichriemen brauchen. Der Kopfform des Messers muss nicht nur aus ästhetischen Gründen Beachtung geschenkt werden. So ist eine Gradkopf oder spanischer Kopfform wesentlich besser zum Ausrasieren von Konturen geeignet als die Rundkopfform. Diese Rasiermesser sind wiederum für die Glattrasur gut geeignet und am weitesten verbreitet. Der traditionelle Schliff bei Rasiermessern ist der Hohlschliff, auch Vollhohlschliff oder 1/1 Hohlschliff genannt. Daneben gibt es den halben Hohlschliff, hier ist die Innenwölbung der Klinge etwas weniger ausgeprägt. Das Klingenblatt der halbhohlen Rasiermesser ist somit etwas weniger flexibel als beim vollhohl geschliffenen Messer. Die extrahohlen oder auf Klang geschliffenen Rasiermesser, deren Klingenblatt durch die extreme Hohlung sehr flexibel ist, kann nur erfahrenen Anwendern empfohlen werden. Eher die Ausnahme ist der Keilschliff oder Hybriden aus Hohl- und Keilschliff. Diese Rasiermesser wurden für extrem widerstandsfähiges Barthaar konzipiert.

Die Heftschalen der Rasiermesser werden aus Hölzern, poliertem Horn, Metall oder hochwertigen Kunststoffen gefertigt. Die natürlichen Materialen wie Horn und Holz benötigen, wie auch die Klinge eine besondere Pflege. Horn zum Beispiel besteht aus einem ähnlichen Material wie Haar oder Fingernägel. Damit dieses nicht spröde und brüchig wird, muss es regelmäßig gefettet werden. Dies kann mit einem speziellen Hornbalsam erfolgen. Holz sollte nie längere Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Trocknen Sie Ihr Rasiermesser deshalb immer gründlich und bewahren Sie es an einem trockenen, belüfteten Ort auf. Der Vorteil eines Messers mit Metallgriffschalen ist, dass diese graviert werden können. Besonders bei Kunden, die das Rasiermesser als Geschenk kaufen, ist dies eine beliebte Eigenschaft.

Verziehrungen der Klinge wie Goldätzungen, Gravuren oder Zierschliffe haben kaum Einfluss auf die Rasiereigenschaften. Doch geht es nicht nur um den Gebrauchsnutzen allein. Wollte man nur Barthaare entfernen, könnte man auch zu einem billigen Nassrasierer an der Supermarktkasse greifen Die Preise für gute Rasiermesser der namhaften Marken wie Dovo, Bismarck, Wacker, Ralf Aust oder Thiers-Issard beginnen bei ca. 90 Euro. Wenn Sie sich fragen welches die preisbildenden Faktoren beim Rasiermesser sind, müssen Sie sich vor Augen führen, dass diese auch heute noch zum größten Teil von Spezialisten in Handarbeit gefertigt werden. Es ist die Zahl der zur Herstellung notwendigen Arbeitsschritte, die hauptsächlich den Preis bilden. So sollte man beim Rasiermesser nicht nur den Preis sehen, den man bezahlt, sondern vielmehr den Wert, den man für sein Geld bekommt.
Wichtig ist: Kaufen Sie kein billiges No-name Rasiermesser. Das Geld kann man sich in vielen Fällen sparen. Markenhersteller verwenden geeignete Stahlsorten, härten die Klingen ausreichend und schleifen diese fachgerecht. Zu guter letzt wird ein mikroskopisch feiner Schneidgrat auf dem Leder ausgezogen. Dieser ist für die sprichwörtliche Rasiermesser-Schärfe verantwortlich und verrichtet die eigentliche Schneidarbeit.

Zum Schluss noch ein paar Hinweise zur Anwendung und Pflege. Um das Messer zu erhalten und das Rasiererlebnis angenehm und erfolgreich zu gestalten benötigen Sie ein paar Dinge als Zubehör. Unverzichtbar ist der Streichriemen oder auch Abziehriemen genannt. Mit diesem bringen Sie den Schneidgrat in Form in dem Sie das Rasiermesser vor der Rasur abledern. Dieser Vorgang ist wichtig, um die Schärfe zu erhalten und um zu verhindern, dass die Schneide mit der Zeit ballig und somit stumpf wird. Sollten Sie nach einigen Monaten die gewünschte Schärfe mit der reinen Lederseite des Streichriemens nicht mehr erreichen, muss das Rasiermesser nachgeschliffen werden. Hierbei wird mit einem feinen Schleifstein, wie beispielsweise dem Belgischen Brocken, der alte, ballig gewordene Schneidgrat entfernt und dann auf dem Lederriemen ein neuer Schneidgrat ausgezogen. (Eine Anleitung, wie Sie Ihr Rasiermesser abledern und schärfen finden Sie z.B. unter http://www.barth-haefner.de/Rasiermesser-Pflege-abledern.php ). Für eine erfolgreiche und angenehme Rasur mit dem Rasiermesser ist es weiterhin notwendig, das Barthaar gründlich vorzuweichen. Dies geht besonders gut, wenn man einen Rasierpinsel und eine Seifenschale verwendet. Schäumen Sie die Rasierseife möglichst heiß auf und bringen diese mit dem Rasierpinsel warm auf die zu rasierenden Stellen im Gesicht auf. Den Rasierschaum dann so lange einwirken lassen, bis das Barthaar aufgequollen und weich ist. Ein Halter oder Ständer zur fachgerechten und gut belüfteten Aufbewahrung von Rasiermesser und Rasierpinsel wäre eine ebenso nützliche Anschaffung wie etwas Ballistol-Öl um das Rasiermesser nach dem Trocknen und bei längerer Nicht-Benutzung einzuölen und so vor Rost zu schützen. Viele Messer sind hier schon als Paket-Angebote oder als komplettes Rasierset erhältlich.


 
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